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Bei den diesjährigen Bezirksmeisterschaften der Jugend in Korntal belegte der TTV Erdmannhausen in der Vereinswertung den fünften Platz. Damit gehört der TTV zu gerade einmal acht Klubs im gesamten Tischtennisbezirk Ludwigsburg, die in den vergangenen fünf Jahren immer in der Gesamtwertung vertreten waren. Hieran zeigt sich exemplarisch die ebenso konstante wie erfolgreiche Erdmannhäuser Nachwuchsarbeit.

In die Vereinswertung gehen die Podestplatzierungen aller Einzel- und Doppelwettbewerbe der Mädchen und Jungen in den Altersklassen U10 bis U18 ein. Für den ersten Platz gibt es drei Punkte, für den zweiten Rang zwei Zähler und für den dritten Platz einen Zähler. Starten im Doppel zwei Spieler aus verschiedenen Klubs, werden die Punkte geteilt. Nur Vereine mit mindestens einer Platzierung auf dem Treppchen kommen überhaupt in die Wertung. Am Ende wird für Mädchen und Jungen sowie insgesamt aufsummiert. Der TTV hatte zum Beispiel 2018 bei den Mädchen 6,5 Punkte, bei den Jungen 3 und somit insgesamt 9,5 Zähler. Die Statistik der Jugendmeisterschaften eignet sich für einen Vergleich der Nachwuchsarbeit besonders gut, da prinzipiell alle Klubs alle ihre Spielerinnen und Spieler zu den Wettkämpfen anmelden können. Von insgesamt 30 teilnehmenden Vereinen waren im Zeitraum zwischen 2014 und 2018 lediglich acht durchgehend in der Vereinswertung vertreten. Zählt man für diese Klubs alle Punkte in dem genannten Zeitraum zusammen, steht der übermächtige TTC Bietigheim-Bissingen mit 291,5 Zählern unangefochten auf Platz eins. Auf Rang zwei und drei landen der TSV Korntal (119) bzw. der GSV Hemmingen (75). Vierter ist der TTV Erdmannhausen (53). Auf den Plätzen fünf bis acht folgen der TSV Heimsheim (47,5), der TV Markgröningen (21,5), der TSV Oberriexingen (19,5) und der TUG Hofen (9,5). Der TTV hat sich somit im Nachwuchsbereich als feste Größe im Tischtennisbezirk Ludwigsburg etabliert.

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Der TTC Bietigheim-Bissingen scheint so gesehen zwar unantastbar zu sein. Ein genauerer Blick auf die Entwicklung der vergangenen Jahre zeigt jedoch, dass dessen Dominanz etwas nachgelassen hat, da der TSV Korntal den Abstand kontinuierlich verringern konnte. Betrug dieser 2014 noch 59,5 Punkte, so waren es 2018 nur noch 21,5 Zähler. Entsprechend nahm der Anteil der Bietigheimer an den Gesamtpunkten von 50 (2014) auf 32 Prozent (2018) ab, wohingegen die Korntaler von sieben auf 21 Prozent zulegen konnten. Simon Waddicor, Jugendleiter des TSV Korntal, sieht den Aufschwung als eine Mischung aus harter Arbeit, Kontaktpflege und glücklicher Fügung: „Kinder wollen Tischtennis spielen, stehen aber in ihrem jungen Alter anders als zum Beispiel beim Fußball etwas hilflos da. Es fehlt ihnen der richtige Zugang. Da müssen dann Erwachsene viel Zeit und Mühe investieren und das tun wir. Durch die Schul-AGs haben wir beste Kontakte zur Grundschule, wo der Rektor uns begeistert unterstützt. Außerdem muss man viel Überzeugungsarbeit leisten, nicht nur beim Kind sondern auch bei den Eltern, bei denen sich der finanzielle und zeitliche Aufwand in Grenzen halten sollte. Die Eltern gut kennenzulernen hat immer oberste Priorität. Bei den Bezirksmeisterschaften schaue ich danach, zusammen mit anderen Vereinen erfolgversprechende Doppel zu bilden. Hier haben wir mit Ditzingen, Hofen und auch Bietigheim gute Erfahrungen gemacht. Doch nicht alles kann man planen. Im Mädchenbereich hatten wir auch einfach Glück, zur selben Zeit vier spielstarke Mädels zu haben, die gemeinsam bis in die Verbandsklasse durchmarschiert und auch bei den Titelwettkämpfen erfolgreich sind“.

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Bei der Mitgliedergewinnung von Spielerinnen handelt der Korntaler gemäß dem Motto "Never take no for an answer". Was sich zunächst etwas hart anhören mag, hat einen nachvollziehbaren Hintergrund: "Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Mädchen, die beim Tischtennis zuschauen, auch selber spielen wollen. Das sagen jedoch nicht alle gleich. Manchmal braucht es mehrere Anläufe und letztlich spielen sie dann alle und haben Spaß daran". Vor der Arbeit der Bietigheimer hat er viel Respekt: „Da steckt unfassbar viel Einsatz und Planung dahinter, aber auch Sponsoren. Diese erwarten dann einen Sponsoringeffekt und der TTC liefert. Die Bietigheimer Jugendlichen können 15 Stunden die Woche trainieren, unsere Kinder lediglich vier Stunden, da wir nicht mehr Hallenkapazität und Trainer zur Verfügung haben. Durch Minimeisterschaften in den Schulen kommen sie an talentierte Kinder, was in einer Sportstadt wie Bietigheim mit einigen noch viel größeren Sportarten vor Ort nicht gerade einfach ist“. Trotz der schwindenden Dominanz belegten die Bietigheimer in den vergangenen fünf Jahren in der Gesamtwertung stets Rang eins. Die beste Platzierung des TTV Erdmannhausen datiert aus dem Jahr 2014, als man Zweiter wurde. Es folgten dann Rang fünf (2015), drei (2016), sechs (2017) und fünf (2018). Insbesondere diese hohe Konstanz stellt den Erdmannhäuser Jugendleiter Matthias Hiller zufrieden: „Die Ergebnisse der jüngsten Vergangenheit zeigen deutlich, dass wir durchgehend auf einem hohen Niveau mitspielen können und durchaus konkurrenzfähig sind. Für solch eine kontinuierliche und erfolgreiche Jugendarbeit ist ein intensives Engagement erforderlich. Deshalb bin ich allen Trainerinnen und Trainern, Betreuern sowie den Eltern sehr dankbar. Ohne ihren Einsatz wäre das nicht möglich“.

Anhänge:
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